Vom chinesischen Schulsystem lernen

Erfolgsfaktor in China und Quell steter Probleme in Europa ist vor allem die Dreiecksbeziehung Eltern-Kind-Lehrer. In China sollten bei Meinungsverschiedenheiten zwischen dem eigenen Kind und dem Lehrer die Eltern immer die Partei des Lehrers ergreifen. In Deutschland ist oft das Gegenteil der Fall. So hat sich die Zahl der gerichtlichen Klagen von Eltern gegen Lehrer in Bayern in den letzten zehn Jahren mehr als verdreifacht. Autorin Chua sieht zwei schwerwiegende Fehler der westlichen Erziehung:” Motivierung fast ausschließlich über positive Anreize, doch das Zuckerbrot funktioniert eben nicht ohne Peitsche, fördern nicht ohne fordern”. Chinesische Eltern haben den westlichen zweierlei voraus:” Höher fliegende Träume für ihre Kinder und mehr Achtung vor ihnen insofern, als sie wissen, wie viel sie ihnen zutrauen können “(Chua). Punkte, bei denen Deutschland vom chinesichen Bildungssystem lernen kann:-in China wird auf konsequente Weiterbildung von Lehrern gesetzt; -das Phänomen der Schulabbrecher ist in China quasi unbekannt, weil in den Schulen die Verantwortung füreinander gelehrt wird; -in China wird nur als guter Lehrer anerkannt, wem es gelingt, in als schwierig geltenden Klassen zu bestehen; -es gilt als Versagen der Lehrerschaft, wenn Schüler schlecht abschneiden; -bessere Leistungsanreize für alle Beteiligten. (Quelle: Wirtschaftswoche, 4.4.2011)

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