Verkehrsunfall mit Folgen

Der Machtkampf um Chinas nächste Führungsmannschaft geht in die letzte Runde. Die Parteiskandale der vergangenen Monate haben das Kräfteverhältnis an der Spitze offenbar zum Kippen gebracht. Staatschef Hu Jintao soll der große Verlierer sein, berichtet die Hongkonger “South China Morning Post”. Der scheidende Staats- und Parteichef soll entscheidende Posten an das Lager seines Amtsvorgängers Jiang Zemin (86 Jahre alt) verloren haben, der hinter den Kulissen noch immer großen Einfluss ausübt. Im letzten Moment soll Hu nun auch noch sein engster Vertrauter, Parteigeschäftsführer Ling Jihua, abhanden gekommen sein, weil dessen Sohn offenbar unter bizarren Umständen in einem Ferrari verunglückt ist. Der Fall ist der zweite große Schlag für Hu nach dem Sturz von Chongqings Parteichef Bo Xilai, dessen Frau ihren britischen Geschäftspartner Heywood getötet hatte.

Von den sieben Mitgliedern, die künftig im Ständigen Ausschuss (des Politbüros) Chinas Geschicke lenken sollen, wird wohl nur einer direkt aus Hus Umfeld kommen: Vizepremier Li Keqiang, der Regierungschef werden soll. Hus designierter Nachfolger Xi Jinping gilt als Konsenskandidat aller Lager. Vier voraussichtliche Mitglieder werden dagegen dem Jiang-Zirkel zugerechnet. (Stuttgarter Zeitung, 5.9.2012)

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