Fachkräftemangel in China

Die chinesische Wirtschaft wächst seit Jahren so schnell, dass dass die Ausbildung guter Fachleute nicht Schritt halten kann. Ein plötzlicher Wechsel guter Mitarbeiter ist für viele deutsche Unternehmen in China Alltag. Denn der Wettbewerb um einheimische Fachkräfte nimmt rasant zu. Auf 108 freie Stellen kommen nach Angaben der Regierung nur noch 100 Chinesen, die einen Job suchen. Das entspricht einer Lücke von fast einer Million Arbeitskräften. Bei Führungskräften liegen Angebot und Nachfrage sogar noch weiter auseinander. Wer sich nicht um sein Personalmanagement in China kümmert, dem drohen Wettbewerbsnachteile. 90% der im Lande vertretenen deutschen Firmen nnennen den Mangel an qualifizierten Kräften als größtes Problem – zusammen mit steigenden Personalkosten und einer hohen Fluktuation. Pro Jahr wechselt fast jeder fünfte Chinese seinen Job. In westlichen Ländern sind es nur fünf Prozent der Arbeitnehmer.

Gehaltszuwächse von zehn Prozent pro Jahr sind normal. Seit mehr als zehn Jahren steigen die Löhne und Gehälter stärker als die Produktivität. Eine Gehaltserhöhung von einem Drittel ist üblich, um begehrte Facharbeiter oder Manager abzuwerben. 325.000 ausländische Firmen haben sich inzwischen in China niedergelassen und schüren die Konkurrenz um Arbeitskräfte. Dabei schnappen ihnen die Staatskonzerne zunehmend die besten Leute weg – weil sie eine höhere Arbeitsplatzsicherheit für viel Jahre bieten. Früher hatten die internationalen Unternehmen eine große Anziehungskraft. (Wirtschaftswoche, 30.3.2013)

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