Der Ort Shangri-La

Shangri-La klingt nach Paradies auf Erden, nach innerem Frieden, nach Räucherstäbchen und Gebete murmelnden Mönchen. Der mythische Begriff wurde in den 30-er Jahren vom britischen Schriftsteller James Hilton geprägt (1933 erschienener Roman “The lost Horizon”). Weder Wissenschaftler noch die chinesische Regierung konnten herausfinden, ob es für das literarische Shangri-La nicht doch eine Vorlage geben könnte. Als klare Hinweise immer wieder ausblieben, entschieden die chinesischen Politiker die langwierige Suche schließlich selbst. 2001 benannten sie die Stadt Zhongdian im Norden der chinesischen Provinz Yunnan (vermutlich früher ein Teil Tibets) kurzerhand in Shangri-La um. Das heutige Shangri-La hat 130.000 Einwohner, eingebettet in ein liebliches Tal. Obwohl die Stadt auf 3500 m Höhe liegt, sind die umliegenden Berge mit Blumen, Büschen und Bäumen bewachsen. Rinder und Yaks grasen friedlich auf den Weiden, Gebetsfahnen flattern im Wind. Die hier lebenden Tibeter nehmen die Natur als göttlich beseelt war, sie respektieren sie, kommunizieren mit ihr. Der Ort ist heute noch sehr abgelegen und stark von der tibetischen Kultur geprägt (u.a. ein beeindruckendes Kloster mit über 100 Lamas). Allerdings kann sich das bald ändern Eine Eisenbahnlinie und eine Schnellstraße sind im Bau. (dradio.de, 30.6.2013)

Dieser Beitrag wurde unter China-Info, Uncategorized abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*