Chinas Banken und Investitionen

Die Bankenlandschaft der Volksrepublik ist von den staatlichen “Big Four” dominiert. Sie kontrollieren 45% des gesamten Finanzvermögens Chinas und 58% aller Haushaltsersparnisse. Auch zahlreiche kleinere Banken befinden sich ebenfalls in staatlicher Hand. Der Marktanteil ausländischer Banken liegt unter 2%. Staatsunternehmen werden bei der Vergabe der billigen Kredite (z.Zt. knapp über 5% Zinsen) bevorzugt. Die Folge: gewaltige Summen versickern in sinnlosen und ineffizienten Bauprojekten. Das führt dazu, dass der Anteil des privaten Konsums an der chinesischen Wirtschaftsleistung von 46% im Jahr 2000 auf 35%  im Jahr 2010 fiel, während der Investitionsanteil von 35 auf 49 Prozent stieg. Das billige Geld wirkt wie eine Droge. Chinas Wirtschaft basiert zu sehr auf einer andauernden Ausweitung der Investitionen hauptsächlich im Baubereich.

Viele kleine und mittelständische Unternehmen leihen sich Geld auf dem grauen Markt – zu teils horrenden Zinsen. Der restriktive Kurs der Notenbank macht die strukturellen Probleme offensichtlicher: zu viele Investitionen, zu viele ineffiziente Infrastrukturprojekte. (Wirtschaftswoche, 1.7.2013)

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