Qualität statt Quantität in China

Verschiedene Maßnahmen der neuen chinesischen Regierung (u.a. striktes Vorgehen gegen Korruption, verschärfte Kontrollen des Devisenhandels, Vorstoß gegen die ausufernde Kreditvergabe der Geschäftsbanken) kosten kurzfristig Wachstum. Dennoch hat sich die neue Regierung explizit gegen konjunkturstimulierende Maßnahmen ausgesprochen. Eine weitere Senkung des offiziellen Wachstumsziels von nun 7,5 auf 7 Prozent ist wohl nur noch eine Frage der Zeit. In Peking scheint wirtschaftspolitisch gerade ein generelles Umdenken stattzufinden: Strukturschwächen der Wirtschaft werden nicht nur benannt, sondern auch angegangen. Dafür nimmt die Regierung auch ein langsameres Wachstum in Kauf. Statt auf reine “Quantität” wird auf mehr “Qualität” beim Wirtschaftswachstum geachtet.

China ist längst kein “Billiglohnland” mehr. Zudem werden die Folgen der vor 40 Jahren eingeführten “Ein-Kind-Politik” spürbarer. Die Bevölkerung wächst deutlich langsamer und wird ab Ende des nächsten Jahrzehnts sinken. Das Arbeitskräfteangebot stagniert schon jetzt. (FAZ, 22.7.2013)

 

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