Wutbürger Chinas im Film "A Touch of Sin"

Der chinesische Regisseur Jia Zhangke portraitiert in seinem Film „A Touch of Sin“ die Verlierer der Modernisierung Chinas. Es ist der Bodensatz von Chinas Kapitalismus, den der Regisseur mit vielen verstörenden Details beschreibt: Korruption in der Provinz, Wanderarbeiter am Rande des Wahnsinns, Schicksale, die in keiner Exportbilanz auftauchen. Der Film gewann 2013 beim Festival von Cannes den Drehbuchpreis und ist seit der dritten Januarwoche in den deutschen Kinos. In China war der Film noch nicht zu sehen.

Jia Zhangke, 43, der bekannteste unter Chinas jüngeren Regisseuren, dreht vor allem halbdokumentarische Dramen. In „Still Life“ (2006) zeigte er die Folgen der Staudammbauten am Yangtze. Seine Filme sind Ausnahmen, die meisten chinesischen Regisseure meiden heikle aktuelle Themen. (Der Spiegel, 13.1.2014)

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