Chinesische Firmen kaufen ausländische Unternehmen wie nie zuvor

Bis Oktober sind in diesem Jahr 58 deutsche Firmen für 11,6 Mrd € von chinesischen Firmen gekauft worden. Größter Deal war die Übernahme des Industrieroboterherstellers Kuka für 4,6 Mrd €. In China gibt es dagegen nur wenige Übernahmen durch deutsche Firmen, obwohl auch Deutsche großes Interesse an chinesischen Firmen haben. Oft gebe es „schwer nachvollziehbare Adhoc-Verbote oder Gegenwind, deutsche Unternehmen werden dadurch bei Übernahmen behindert“. Die Politik sollte auf Symmetrie achten. Ausländische Investoren sind in China nach wie vor mit sehr hohen Hürden konfrontiert. Die Richtlinien der chinesischen Regierung nennen 38 Geschäftsfelder, in denen ausländische Firmenübernahmen grundsätzlich verboten sind. Daneben gibt es viele Bereiche, in denen ausländische Unternehmen chinesische Partner zwangsweise akzeptieren müssen.

Dass der chinesische Traum von der Technologienation hinter vielen Akquisitionen steht, ist offenkundig: Der Käufer der Hightech-Firma Kuka ist ein Lowtech-Fabrikant von Klimaanlagen und Haushaltsgeräten, ohne Erfahrung in der Automatisierung.

Kommentar dazu: Für einige Schlüsselfirmen wie den Roboterbauer Kuka wären Schutzzonen sinnvoll. Deutschland hat China bereits genug Technikwissen überlassen. Es sollte Grenzen geben. (Stuttg. Zeitung, 28.12.2016)

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