China bricht alle Rekorde für Solarenergie, 50 GW für 2017 geplant

Übersetzt aus: https://electrek.co/2017/10/19/china-breaking-all-solar-power-records-aiming-for-50gw-in-2017/

Mehr Informationen bei der ASECA:

https://files.acrobat.com/a/preview/6ad52953-7daa-484d-987c-5cc477918c43

China ist langfristig führend bei Solarstromanlagen. ASECEA prognostiziert, dass in diesem Jahr 50 GW an Solarenergie in Reichweite sind. Im Juni und Juli 2017 installierte China 25 GW Solarstrom – und sie werden den Globus für das Jahr um 100 GW überschreiten.

Gestern sagte Präsident Xi Jinping: „Jeder Schaden, den wir der Natur zufügen, wird uns irgendwann wieder heimsuchen … das ist eine Realität, der wir uns stellen müssen“.

„China ist ein wichtiger Akteur, Beitragsträger und Fackelträger im globalen Streben nach ökologischer Zivilisation“, sagte Präsident Xi Jinping, „China muss ein neues Modell der Modernisierung entwickeln“ mit Menschen, die sich in Harmonie mit der Natur entwickeln. „

Der Bericht der Clean Europe (Solar) Advisory Asia Europe sagte, dass China bis Ende September 42 GW Solarenergie installiert habe. Im Allgemeinen ist der Oktober ein bisschen langsamer in einem Monat, gefolgt von einer starken November-Dezember-Periode.

Großes Wachstum trat im nicht-dezentralen Solarbereich auf. China hat durch ein neues Programm namens „Top Runner“ einen Punkt gefordert, um Sonnenkollektoren mit höherem Wirkungsgrad zu installieren und sie auch an viele kleinere Projekte zu verteilen.

Chinas 2017er Volumen ist riesig im Vergleich zu jüngsten Headlining-Summen. Im September sorgten nach oben revidierte Chinas erwartete Volumina dafür, dass die Weltmarktprognosen für das globale Volumen 2017 auf über 100 GW anstiegen. Im vergangenen Jahr installierte China 34 GW Solarenergie – bei weitem das größte Solar-Volumen aller Länder überhaupt in einem Jahr. Der US-amerikanische Solarmarkt wuchs um 100% – und installierte „nur“ 14,6GW. Weltweit wurden 2015 etwa 58 GW Solarenergie installiert und 2014 41 GW.

Zum Vergleich: In den USA wird ein überdurchschnittliches Wohn-Sonnensystem etwa 10 kW betragen. Das sind 0,001% von 1 GW Solarstrom.
Electrek’s Take

China hat die Solarindustrie wirklich übernommen. Lange sagten viele, China exportiere einfach Solarmodule, damit sie mehr ausländische Währung bekommen könnten. Jetzt, nach einem Jahrzehnt starker Investitionen in die Industrie, nutzt China tatsächlich einen Großteil der gesamten von ihnen hergestellten Sonnenkollektoren. Irgendwo in China gibt es rund 80 GW an Produktionskapazitäten für Solarenergie – 130 GW weltweit – 50 von diesen 80 Gigawatt sind ein klarer Beweis dafür, dass sich China nicht mehr auf den Export konzentriert

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Aktuelle chinesische Filme im Arsenal Kino (Guang Hua Movies)

Beschreibung:

Chinesischer Content auf der großen und der kleinen Leinwand ist in Deutschland Mangelware. Sind die kulturellen Unterschiede zu groß für ein westliches Publikum? Ist die Zielgruppe zu klein? In China sagt man mitnichten! Ab Oktober zeigen Arsenal Kinos auch chinesiche Filme und wir fangen sogar mit Double Feature an!

Guang Hua Movies – so heißt die Filmreihe, unter der regelmäßig chinesischer Content auf deutschen Kinoleinwänden zu sehen sein wird. Hinter der Marke steht das Ziel, kommerziellen chinesischen Filmen in Deutschland eine dauerhafte Plattform zu bieten. Die Guang Hua Movies laufen im chinesischen O-Ton mit deutschen oder deutsch-chinesischen Untertiteln – damit sprechen sie sowohl ein chinesisches als auch ein deutsches Filmpublikum an.

Double Feature:
Do, 19.10.
20:00 Uhr Never Say Die
22:00 Uhr Wolf Warrior 2

Never Say Die
Genre: Comedy
Länge: 100 Minuten
Regie: Yang Song, Chiyu Zhang
Darsteller: Allen Ai, Li Ma, Xue Haowen, Teng Sheng, Yu Tian
Drehbuch: Yang Song
Produktionsland: China
Produktionsjahr: 2017
Sprache: Mandarin mit chinesischen und deutschen Untertiteln.
FSK: Beantragt. Vorraussichtlich 12

Vorhang auf für den zweiten Film der Guang Hua Movies. Nach dem Actionhit Wolf Warrior 2 geht es jetzt mit Never Say Die in ein komplett anderes Genre.

Edison (Allen Ai) verdient sein Geld als bestechlicher Boxkämpfer. Die von Gerechtigkeit getriebene Sportredakteurin Xiao Ma (Li Ma) hat für so einen Schwindler nur Verachtung übrig. Nach einem Blitzschlag finden sich beide im Körper des anderen wieder. Völlig überfordert mit der Situation stolpern sie in ein Netz aus Korruption in Boxkreisen und verschulden sich bei den brutalen Drahtziehern.

Wie sollen sie die Schulden zurückzuzahlen und dabei das Bollwerk aus Lügen auffliegen lassen? Der Schlüssel liegt in der Abgeschiedenheit der Berge. Dort hofft Xiao Ma, nun im Körper von Edison, einen alten Kungfu-Meister zu finden, um ein ganz „spezielles“ Training zu durchlaufen.

Der Film startet ab 19.10. für kurze Zeit in allen großen Kinoketten.

Wolf Warrior 2
Regisseur: Jing WuKeine Jugendfreigabe
Drehbuch: Qun Dong, Yan Gao
Cast: Jing Wu, Frank Grillo, Celina Jade
Genre: Action, Krieg
Spielzeit: 123 Minuten
Sprache: Chinesischer O-Ton mit deutschen und chinesischen Untertiteln
FSK: Keine Jugendfreigabe

Der ehemalige Elitesoldat Leng Feng (Jing Wu) wird aus Chinas tödlichster Spezialeinheit, den Wolf Warriors, geworfen. An der Küste Afrikas beginnt der Ausgestoßene sein neues Leben als Zivilist. Als jedoch eine Rebellenarmee beginnt, die unschuldige Bevölkerung zu terrorisieren, bricht ein Bürgerkrieg aus. Zu allem Übel mischt sich auch eine internationale Söldnertruppe in den Konflikt ein. Der einstige Wolf Warrior greift pflichterfüllt zur Waffe, um die Unschuldigen in diesem Chaos zu schützen und Söldnerchef Big Daddy (Frank Grillo) aufzuhalten. Was dann folgt, ist ein brachialer Sturm aus Fäusten, Patronen und Panzern in diesem actiongeladenen China-Sommerhit.

Für seine Deutschlandpremiere wird Wolf Warrior 2 in ausgewählten Kinos von Cinemaxx, Kinopolis, Cinestar, Cineplex und UCI sowie einigen unabhängigen Kinos gezeigt.

Video:

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Was ist eigentlich Traditionelle Chinesische Medizin?

Vortrag
Dr. Bärbel
Häusermann-­Barnekow
Tübingen
Fr. 13.10.2017, 20.00 Uhr
HIRSCH ­Begegnungsstätte
Tübingen, Hirschgasse 9
Großer Saal
Unkostenbeitrag 3 Euro Weiterlesen

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Lesevorschläge September 2017

 

Undiné Radzevičiūtė

Fische und Drachen
aus dem Litauischen übersetzt von Cornelius Hell

Lakonisch und absurd wie ein Zen-Dialog, faszinierend und bilderreich wie eine Zeitreise: der große Roman einer wahrhaft kosmopolitischen Autorin.

Drei Frauengenerationen teilen eine Altstadtwohnung mitten in Chinatown: Großmutter Amigorena, Mama Nora, Autorin erotischer Kriminalromane, sowie deren erwachsene Töchter Miki und Schascha. Täglich tragen sie auf engstem Raum mit rasantem Witz ihre absurden Wortgefechte aus. Auch Schascha schreibt, allerdings über den geheimnisvollen Jesuiten und Maler Giuseppe Castiglione, der 1715–1766 am Hof des Kaisers von China lebte, doch statt diesen zu missionieren, immer tiefer in die chinesische Kultur und ihre Rätsel eintauchte. Ein umwerfend komischer Roman über zwei Kulturen, die sich anziehen und bekämpfen, verehren und missverstehen, über eine Faszination, der Schascha genauso erliegt wie Jahrhunderte vor ihr der Jesuit Castiglione.

400 Seiten
Format 125×205 Hardcover
EUR 24,00

ISBN: 9783701716760
ISBN ebook: 9783701745449

Erschienen am 14. Februar 2017.

Undine Radzeviciute im Deutschlandfunk:

http://www.deutschlandfunk.de/schriftstellerin-undine-radzeviciute-politik-interessiert.700.de.html?dram:article_id=395402

Als Audio:

 

Cover: Die Kinogänger von Chongjin

Die Kinogänger von Chongjin

Eine nordkoreanische Liebesgeschichte
Droemer Knaur Verlag, München 2010
ISBN 9783426274385
Gebunden, 432 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Liebe in Zeiten der Diktatur: Vor dem Kino in Chongjin begegnen sich zwei junge Menschen. Bald schon entspinnt sich eine Beziehung zwischen ihnen, aber die gnadenlosen Lebensverhältnisse in Nordkorea lassen kaum Leidenschaft zu. Für das Volk hält das Regime nur härteste Entbehrungen bereit – und strikte Denkverbote. Der größte Wunsch: dem Schattenreich des „geliebten Führers“ Kim Jong Il zu entfliehen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.03.2010

Sehr eingenommen ist Rezensent Christan Y. Schmidt von diesem Buch über das Alltagsleben in Nordkorea von Barbara Demick. Die amerikanische Journalistin hat nach seinen Angaben dafür über Hundert Flüchtlinge befragt, vor allem ehemalige Bewohner der Hafenstadt Chongjin, die von der großen Hungersnot Mitte der 1990er Jahre besonders stark betroffen war. Er attestiert der Autorin, ergreifende Einzelschicksale gekonnt mit Hintergrundinformation zu verbinden. Die Schilderung des alltäglichen Leben der Menschen, des Entstehens großer privater Märkte, der Suche nach Essbaren, der Fluchtversuche scheint Schmidt schlicht brillant. Bisweilen hat er das Gefühl, „kein Sachbuch, sondern einen Roman zu lesen“. Zugleich betrachtet er Demicks dramatische Aufbereitung des Stoffs auch kritisch und weist auf eine kleine Abweichung von der Realität hin, um letztlich aber einzuräumen, dass man nicht zu pedantisch sein sollte. Wie auch immer: für ihn kommt momentan kein Buch auf dem deutschsprachigen Buchmarkt dem nordkoreanischen Alltagsleben näher als dieses.
Im Deutschlandfunk:

Der tägliche Kampf ums Überleben

Barbara Demick: „Die Kinogänger von Chongjin“. Droemer/Knaur

Die neuen Medien machen selbst vor Nordkorea nicht halt, und immer mehr Menschen fliehen aus dem Land, das in einer Art Steinzeitsozialismus verharrt. Die amerikanische Journalistin Barbara Demick hat als Korrespondentin der LA Times in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul mit Flüchtlingen aus Nordkorea Interviews geführt und tiefe Einblicke in das private Leben in Nordkorea sammeln können.

Von Silke Ballweg

Eine riesige nordkoreanische Fahne weht an der Grenze zu Südkorea. (AP)
Eine riesige nordkoreanische Fahne weht an der Grenze zu Südkorea. (AP)

Mit viel Hintergrundwissen angereichert schildert Demick zunächst die Gründung Nordkoreas nach dem 2. Weltkrieg. Aus der Perspektive ihrer Hauptfiguren erzählt sie, wie Staatsgründer Kim Il-Sung das Land ideologisch auf Linie bringt. Die meisten Nordkoreaner mussten damals nach der Arbeit Vorträge hören, öffentlich Selbstkritik üben, Leitartikel aus der Parteizeitung interpretieren und sich im Nachbarschaftskomitee organisieren. Der Einzelne, so die Idee von Kim Il-Sung, sollte sich ganz der Gemeinschaft unterwerfen, sollte in ihr aufgehen. Und diese Gemeinschaft wurde dann von Kim Il-Sung gelenkt, dem gottgleichen Führer, der um sich herum einen fast schon wahnwitzigen Personenkult etablierte.

In Frau Songs Heim hing, wie in allen anderen auch, ein gerahmtes Porträt von Kim Il-Sung an einer ansonsten kahlen Wand. Es war nicht erlaubt, etwas anderes an diese Wand zu hängen, nicht einmal Bilder von Blutsverwandten. Die Arbeiterpartei gab die Porträts kostenlos aus, zusammen mit einem weißen Tüchlein, das in einer unterhalb der Bilder deponierten Schachtel aufzubewahren war. Es durfte nur dazu verwendet werden, die Porträts zu säubern, was besonders in der Regenzeit im Sommer wichtig war, denn dann kroch der Schimmel an den Ecken unter den Glasrahmen und hinterließ hässliche Flecken. Etwa einmal im Monat erschienen unangemeldet Inspektoren der Ordnungspolizei, um zu überprüfen, ob die Porträts sauber waren.

Die von Kim Il-Sung entworfene sogenannte Juche-Ideologie beruhte unter anderem auf dem Gedanken absoluter Autarkie. Die Bevölkerung sollte vom Staat versorgt, jeglicher Handel – auch zum Ausland – sollte unterbunden werden. Aber über Jahrzehnte blieb diese Idee unerfüllt, Nordkorea hing stattdessen am Tropf der Bruderstaaten und war auf Nahrungsmittel, Energie, Medikamente oder Autos aus dem sozialistischen Ausland angewiesen. Der Zusammenbruch der Sowjetunion stürzte Nordkorea deswegen in eine ökonomische Krise. Kurz darauf brach in dem Land eine Hungerkatastrophe aus. Die Nahrungsmittelknappheit bestimmte jahrelang das Leben der Menschen in Nordkorea. Der tägliche Kampf ums Überleben nimmt in Demicks Buch großen Raum ein:

„Sie konnten an nichts anderes denken als daran, wo sie das nächste Essen organisieren konnten. Sie gingen abends mit dem Gedanken ins Bett, morgen nach dem Aufstehen muss ich gleich nachsehen, ob frisches Gras gewachsen ist, das ich abschneiden kann. Wenn nicht, dann kann ich vielleicht irgendwie raus aus der Stadt kommen, vielleicht finde ich dann ja einen Vogel oder ein Stück Rinde. Der gesamte Erfindungsreichtum der Menschen drehte sich nur darum, etwas zu essen zu besorgen.“

Für ein paar Lebensmittel verkauften die Menschen alles, was sie hatten. Sie aßen Insekten, Gras und Frösche. Wegen Unterernährung blieb bei den meisten Frauen irgendwann die Menstruation aus, viele Kinder bekamen Hungerbäuche. Bis zum Jahr 1998 sollen Schätzungen zufolge bis zu einer Million Menschen verhungert sein, jeden Morgen wurden die Toten auf Karren geladen und weggeschafft. Mit der Not wuchsen die Schwarzmärkte, denn immer mehr Nordkoreaner überquerten heimlich die Grenze nach China, um von dort Lebensmittel nach Nordkorea zu bringen:

„Zwei Flüsse markieren die Grenze, der Yalu und der Tumen. Der Tumen ist der Fluss im Norden und er ist an vielen Stellen sehr flach. An einigen Orten ist er nur fünf Meter breit und im Winter vollkommen zugefroren, man kann ihn also leicht überqueren. Es gibt zwar viele Grenzsoldaten aber keine Mauer oder so etwas, nur an manchen Stellen etwas Stacheldraht. Die Leute gehen meisten zwischen den Grenzsoldaten über den Fluss und vor allem auf der nordkoreanischen Seite ist es einfach, die Soldaten zu schmieren. Viele Menschen treiben sowohl legalen als auch illegalen Handel über die Grenze hinweg, viele kaufen Produkte in China und bringen sie wieder nach Nordkorea rein.“

In den vergangenen Jahren sind mehrere 10.000 Nordkoreaner über die Flüsse geflohen, Schätzungen zufolge leben heute rund 100.000 Flüchtlinge in China und tausende weitere in Südkorea. Doch das Land im Süden ist den meisten Nordkoreanern vollkommen fremd und viele schaffen es nicht, sich zu integrieren, sagt Demick:

„Dort sind sie umgeben von Abkürzungen, HDTV, MP3 oder MTV, und sie verstehen das alles nicht, sie kennen ja nicht einmal das westliche Alphabet. Nordkoreanische Studenten haben im Regelfall noch nie im Internet gesurft, sie haben wahrscheinlich noch nie einen Computer benutzt oder ein Telefon. Das heißt nicht, dass sie nicht gebildet sind, aber die Zeit in Nordkorea ist ungefähr in den 1960er-Jahren stehen geblieben. Auf dem Niveau befinden sie sich.“

Demicks Buch und ihre vielen Schilderungen – nicht nur über das Leben in Nordkorea, sondern auch über die abenteuerliche Flucht nach China und die beschwerliche Weiterreise nach Südkorea – bieten einen seltenen Einblick in das Schicksal von Menschen, die aus einem Land kommen, das so gänzlich aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Und es ist noch dazu vielschichtig: Die geschichtlichen Hintergründe erklären die Ideologie von Kim Il-Sung und machen verständlich, was die Herrscher des Landes antreibt. Die Autorin beschreibt aber auch ganz aktuell, wie immer mehr Informationen nach Nordkorea gelangen – und wie das den Führungsanspruch der Herrschenden zunehmend bedroht. Und so ist es eines der besten Bücher über Nordkorea, die derzeit auf dem Markt sind.

Barbara Demick: Die Kinogänger von Chongjin. Eine nordkoreanische Liebesgeschichte. Das Buch ist erschienen bei Droemer/Knaur, hat 432 Seiten und ist für 19 Euro 95 zu haben, ISBN: 978-3-426-27438-5.

Leseprobe als PDF:
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Chinafest Köln 2017

Publiziert am 2. August 2017 von Uli

Am 20. September 2017 startet das Kölner Chinafest

Feierliche Eröffnung

Das Chinafest wird am Samstag um 15:45 Uhr auf dem Neumarkt feierlich durch Oberbürgermeister Jürgen Roters und den chinesischen Generalkonsul Liang Jianquan eröffnet.

Bühnenprogramm auf dem Roncalliplatz

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Liang Shuo: DISTANT TANTAMOUNT MOUNTAIN, Kunsthalle Baden-Baden

22.7.2017 – 15.10.2017

http://www.kunsthalle-baden-baden.de/de/category/programm/

Staatliche Kunsthalle Baden-Baden

Lichtentaler Allee 8 a
76530 Baden-Baden
Öffnungszeiten
Mo geschlossen, außer an Feiertagen
Di – So 10 – 18 Uhr
An allen Feiertagen außer 24. und 31. Dezember geöffnet

 

Für die erste institutionelle Einzelausstellung des chinesischen Künstlers Liang Shuo in Europa werden die traditionsreichen Ausstellungsräume der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden zur Experimentierfläche. Der Künstler bringt für seine Ausstellung nichts mit, was als Kommentar zur überbordenden chinesischen Produktion von Dingen verstanden werden kann. Er bringt weder Bilder, Skulpturen, Videos, Fotografien oder andere Objekte mit, sondern sucht seine Materialien vor Ort.

Während der Aufbauwochen bildet sich aus diesen Materialien ein Parcours heraus, der von den Umständen abhängt, innerhalb derer er entsteht. Diese Herangehensweise, in der er eisern einem Arbeitsprinzip folgt, statt einer vorgeformten Idee eines endgültigen Bildes, hat der Künstler über eine Reihe von Ausstellungen in den vergangenen Jahren perfektioniert. Die vorgefundenen Materialien werden dabei nach einem Regelwerk organisiert, das sich an der traditionellen chinesischen Tuschemalerei orientiert. So gibt es beispielsweise ganz spezifische Regeln dafür, wie nacheinander einzelne Zweige gemalt werden, um daraus die eigentliche Form eines Baums zu bilden. Weiterlesen

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Menschenrechte in China

Wegen des Todes des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo erntet die chinesische Führung weltweit viel Kritik. Im Land selbst allerdings ist das Interesse äußerst gering. Hauptursache dafür dürfte sein, dass Chinas Regierung immer kompromissloser mit ihren Kritikern umgeht. Insbesondere Anwälte und Bürgerrechtsaktivisten, die sich für politische Interessen anderer Bürger einsetzen, würden „systematisch unterdrückt“, heißt es in einem Bericht von Amnesty International. Ein weiterer Grund für das mangelnde politische Bewußtsein ist im zunehmenden Wohlstand zu suchen. Die aufstrebende junge Mittelschicht hat schon früh verinnerlicht, dass das persönliche Fortkommen und Reichtum für sich und die Familie sehr viel wichtiger sind als z.B. das Streben nach Freiheit. (Schwäb. Tagblatt, 18.7.2017)

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Manifest chinesischer Dissidenten: Die Charta 08

Liu XiaoBo war einer der Erstunterzeichner der chinesischen Charta 2008.

Hier ist eine deutsche Übersetzung des Textes. Wer die deutsche Fassung mit der chinesischen vergleichen will, kann das zB. hier:

http://www.faz.net/aktuell/politik/manifest-chinesischer-dissidenten-die-charta-08-1582920.html

Charta 08

I Vorwort

2008 jährt sich die erste Verfassung Chinas zum hundertsten, die „Erklärung der universellen Menschenrechte“ zum 60. und die Pekinger „Mauer der Demokratie“ zum 30. Mal. Und vor zehn Jahren unterzeichnete die chinesische Regierung den [völkerrechtlichen UNO-Vertrag] „Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte“. Die chinesischen Bürger sind nach langwierigen, mühsamen und von Rückschlägen gezeichneten Kämpfen aufgewacht und erkennen in täglich wachsender Klarheit, daß Freiheit, Gleichberechtigung und Menschenrechte gemeinsame und universelle Werte der Menschheit sind, daß Demokratie, Republik und verfassungskonforme Regierung Basis und Rahmen moderner Politik sind. Eine „Modernisierung“, die sich von diesen uni- versellen Werten und solchen Grundlagen der Politik entfernt, kann nur zu einem Katastrophenprozeß werden, der den Menschen ihre Rechte raubt, ihre Vernunft korrumpiert und Würde zerstört.

Wohin wird China im 21. Jahrhundert gehen? Wird es weiter die „Modernisierung“ unter autoritärer Herrschaft verfolgen? Oder wird es sich mit den universellen Werten Weiterlesen

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Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo ist gestorben

Liu Xiaobo ist am 13.7.2017 mit 61 Jahren an Leberkrebs gestorben. Liu war der prominenteste und zugleich einer der tapfersten Regimekritiker in China. Weil er nicht schweigen wollte, hat die Justiz ihn wie einen Schwerverbrecher behandelt. Im Jahr 2009 haben die Richter in Peking den Schriftsteller zu elf Jahren Haft verurteilt. Sein Delikt: Er hat Artikel geschrieben, in denen er den Einparteienstaat kritisiert hat. Die chinesische Regierung hat dem Schwerkranken noch kurz vor seinem Tod die Ausreise verweigert. (Stuttg. Zeitung, 14.7.2017)

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Vortrag „Qinghai – Pearl on the plateau“ am 24. Juni

Der chinesische Master-Student Zuonan Cao hält am Samstag, 24.6.2017, 18 Uhr c.t. einen Vortrag mit Bildern über seine Heimatprovinz Qinghai

Qinghai – Pearl on the plateau

Summary of its landscape, culture and development

in englischer Sprache.

Ort: China Centrum Tübingen, Hintere Grabenstrasse 26, Tübingen

Qinghai ist eine Provinz fern vom Meer, direkt nördlich der Provinz Tibet. Sie ist sehr dünn besiedelt, hat eine durchschnittliche Meereshöhe von 3000 m  und ist neben Han-Chinesen von Tibetern, Hui, Tu und anderen Minderheiten bewohnt.

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