Wer China verstehen will, muss lesen -“Zeit”- Schwerpunkt China

In einer Reihe von Artikeln versucht die “Zeit” das Wissen ihrer Leser über China zu erweitern.

Um ein Land zu verstehen, sei es besonders wichtig sich mit seiner Literatur zu beschäftigen, meint der Sinologe Kai Marchal in seinem Beitrag “Wer China verstehen will, muss lesen”.

https://www.zeit.de/kultur/literatur/2018-05/chinesische-zeitgenoessische-literatur-mo-yan-yu-hua

Chinesische Literatur sei für den westlichen Leser nicht leicht zu verstehen, da sie unter anderen sprachlichen und kulturellen Bedingungen entsteht, als der vertraute westliche Roman.

Kai Marchal zählt eine Reihe von Autoren und Bücher auf, die zum Teil auf dem deutschen Büchermarkt schon bekannt sind. Ein anderer Teil harrt noch auf Entdeckung durch das hiesige Publikum.

Wer seine Leseliste zur chinesischen Literatur erweitern will, findet hier sicher einige Anregungen.

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Vortrag “Taiwan makes happy”, Radreisebericht von S. Holzer

“Taiwan makes happy”

Mit dem Fahrrad entlang der zauberhaften Ostküste

Motivation für diese ungewöhnliche Idee:
Die Idee zu dieser Reise hatten eigentlich meine Kollegen in Taipei. Jahrelang wurde ich hartnäckig am Telefon bearbeitet, wann ich endlich nach Taiwan zu Besuch käme.
Als Reiseziel sei die Insel für mich prädesti-niert – zumal ich meine Urlaube auf dem Fahrrad gestalte und der weltgrößte Fahr-radhersteller in Taiwan beheimatet sei. Der fünfzigste Geburtstag war für mich schließlich der Aufhänger, mich ins Abenteuer zu stürzen: mit Hilfe meiner Kollegen habe ich mittels e-Mails und Konferenzschaltungen in den Taipei Giant Flagship Store ein Leihrad gebucht, um ohne chinesische Sprachkennt-nisse und taugliches Papierkartenmaterial allein die reizvolle Ostküste auf dem Zweirad zu erkunden. Jetzt weiß ich: nicht nur die Landschaft ist wunderschön, die Gaumen-freuden sind ein Hochgenuss – die eindrück-lichsten Erfahrungen waren jeden Tag aufs Neue die herzerfrischenden menschlichen Begegnungen. Um mit der Mangoverkäuferin aus Kenting zu sprechen: “Taiwan makes happy!”

von

Simone Holzer
Betriebswirtin, in der Freizeit viel mit dem Fahrrad auf Erkundungstour.

Reiseverlauf

Taipei – Teeanbaugebiet Pingling – Jiaoxi – Yilan – entlang der Steilküste nach Nan’ao und Hualien – Chenggong – Taitung – Dawu – Jiupeng Desert – Nationalpark Kenting – Kaohsiung …. mit dem Zug nach Tainan und zurück nach Taipei

Reisezeit: 7. – 30.Oktober 2017

 

Vortrag am Freitag 4.5.2018, 20.00 Uhr

Hirsch Großer Saal
Hirschgasse 9

Unkostenbeitrag € 3,-

 

Plakat:

Taiwan Rad Plakat24d

Flyer:

Taiwan Radreise Endfassung

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Reis versus Weizen: die Theorie von Thomas Talham

Thomas Talham, ein “Assistant professor of behavioral science” an der Univerität von Chicago, erforscht, wie sich die Anbaumethoden von verschiedenen Getreidenarten auf die Pyschologie der Gesellschaft auswirkt.
Bei einem Aufenthalt in Chima sind ihm besonders die Unterschiede zwischen der “Weizenkultur” im Norden Chinas zur “Reiskultur” im Süden aufgefallen.
Weizenbauer seien eher individualistisch, da dessen Anbau durch eine kleine Gruppe erfolgen kann.
Reisanbau erfordert mehr Menschen und einen größeren Aufwand an Organisation.
Deshalb seien Reisbauern eher gruppenorientiert und weniger individualistisch. Diese Unterschiede hätten sich über die Jahrtausende in der Gesellschaft verfestigt.

Sie prägen noch heute selbst die Menschen, die schon lange in Städten wohnen und nichts mehr mit der Landwirtschaft zu tun haben.

Im Deutschlandfunk kann man eine Besprechung von Thomas Talham´s neuesten Forschungsbericht nachhören, unter:

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2018/04/26/das_erbe_der_reisbauern_tradition_praegt_modernes_dlf_20180426_1645_e280b996.mp3

Bei Youtube gibt es ein Video zu Talhams Theorie:

Thomas Talham hat auch eine Webseite:

https://thomastalhelm.weebly.com/

Weitere Links:

https://www.nottingham.edu.cn/en/iaps/institute-events/1617/seminar-160907.aspx

https://www.chicagobooth.edu/faculty/directory/t/thomas-talhelm

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24812395

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Helwig Schmidt-Glintzer | China – Anatomie einer Weltmacht (NZZ Standpunkte 2017)

Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer ist Tübingen durch seine Arbeit als Direktor des China Centrums (CIT) verbunden.

Die “Neue Züricher Zeitung” (NZZ) machte im Mai 2017 ein Interview mit ihm, das nun auf youtube verfügbar ist:

“Die Einigung Chinas und sein Aufstieg zur Weltmacht gehört zu den Kernentwicklungen unserer Epoche. Dabei war Chinas Wiedergeburt keine Selbstverständlichkeit. Sein Weg unter Mao war nicht einfach «ein großer Sprung nach vorn», sondern ein beschwerlicher Pfad historischer Erneuerung, der einerseits eine unerhörte Modernisierungsdynamik entfesselte und anderseits Millionen von Gewaltopfern forderte. Mit dem China-Kenner Helwig Schmidt-Glintzer unterhalten sich NZZ Chefredaktor Eric Gujer und die Politikphilosophin Katja Gentinetta über China als «Global Player», über den Zustand des kommunistisch regierten Landes sowie über dessen Möglichkeiten, die Systemfesseln sprengen, ohne die eigene Stabilität zu gefährden.”

Sendung vom 14.05.2017

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Vector Architects Projekt: Umgestaltung “Captain´s House” in Fujian

Vector Architects ist ein renomiertes chinesisches Büro, das versucht eine eigene Formensprache für das China des 21. Jahrhunderts zu entwickeln.

Neben Großprojekten werden auch kleinere Aufträge angenommen.

In der Provinz Fujian auf der Halbinsel Huangqi gibt es eine bebaute Engstelle, mit einer spektakulären Aussicht auf das Meer.

Hier haben die Architekten ein bestehendes Wohnhaus aufgestockt und modernisiert.

Einen Eindruck davon bekommt auf Webseite des Büros unter folgendem Link:

http://www.vectorarchitects.com/m/index.php/project/detail/62

Auch in der deutschen Fachzeitschrift “Detail” wird das Projekt beschrieben:

https://www.detail.de/artikel/ueberwoelbt-und-aufgestockt-vector-architects-sanieren-captains-house-31502/

In einem Land, in dem zur Zeit noch gerne ganze Stadtviertel abgerissen werden, um hohen Neubauten zu weichen, sind Projekte, die den behutsamen Umgang mit alter Bausubstanz aufzeigen noch eher selten.

Welches Potential in alten “Hutong” Gebäuden steckt, zeigt ein anderes “Vector” Projekt, der “Hybrid Courtyard” in Peking:

http://www.vectorarchitects.com/m/index.php/project/detail/57

Inzwischen interessieren sich jüngere gutverdienende Chinesen vermehrt für solch ein “hippes” Wohnambiente.

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Internationale Gerichtshöfe für die Seidenstraße

Die “Neue Seidenstrasse-Initiative” (“Belt and Road”) mit der China seinen Einfluß auf den euroasiatischen Raum ausbauen will, bekommt zunehmend auch institutionelle Formen.

So wird aus einer losen “Initiative” langsam eine “Organisation”.

Streitigkeiten zwischen den Partnern sollen vor internationalen Gerichten geregelt werden. Dazu werden drei Gerichtshöfe in China installiert, meldet die “Global Times”.

“China hat beschlossen, drei internationale Gerichte einzurichten, die sich mit Streitigkeiten im Zusammenhang mit der mehrere Milliarden Dollar schweren Belt and Road Initiative (BRI) befassen, unter der es massive Investitionen tätigt, so berichten offiziellen Medien in Peking.

Das chinesische Oberste Volksgericht wird internationale Gerichte in Peking, Xi’an, der Hauptstadt der Provinz Shaanxi und Shenzhen einrichten, schreibt die staatliche Global Times.
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Entschließung des Europäischen Parlaments vom 18.1.2018

Das Europäische Parlament stimmte der Entschließung zu, die sich auf vier Fälle von Menschenrechtsverteidigern sowie einen tibetischen Mönch bezieht (6 Seiten).

Auszüge:

Die chinesische Regierung hat neue Gesetze erlassen, von denen insbesondere das Gesetz über die Sicherheit des Staates, das Gesetz zur Bekämpfung des Terrorismus, das Gesetz zur Internetsicherheit und das Gesetz zur Regulierung ausländischer nichtstaatlicher Organisationen zu nennen wären, in denen öffentliches Engagement und der gewaltfreie Ausdruck von Kritik an der Regierung als Bedrohungen der staatlichen Sicherheit abgestempelt werden,…

Das EP fordert die chinesische Regierung auf, die Verfassung ihres eigenen Landes einzuhalten, insbesondere in Bezug auf Artikel 4, der den Schutz der nationalen Minderheiten vorsieht, Artikel 35, der Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit und die Freiheit, an Prozessionen sowie Demonstrationen teilzunehmen, gewährleistet, Artikel 36, der das Recht auf Religionsfreiheit vorsieht, …

(angenommene Texte des EP, P8 TA-PROV(2018)0014)

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Präsident Macron lernt Chinesisch

Wie Emmanuel Macron Chinesisch lernt, kann man in diesem Video sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=EtNaeC9V2wc

Mehr dazu in einem Artikel in der “Southern China Morning Post”.

http://www.scmp.com/news/china/diplomacy-defence/article/2127469/macron-charms-china-he-grapples-chinese-language

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Das Projekt Weltmacht

Die Sendung “Hintergrund” im Deutschlandfunk berichtet über Chinas Pläne vom “Wiederaufstieg der großen chinesischen Nation”.

“Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping träumt von einem starken China. Und er formuliert seine Ansprüche dabei immer klarer. Auf allen Kontinenten baut das Riesenreich seinen Einfluss aus. Die chinesische Außenpolitik orientiert sich neu. Xis Traum vom “Wiederaufstieg der großen chinesischen Nation” lebt”.

Die Sendung ist zur Zeit unter diesem Link nachzuhören:

Von Axel Dorloff

Wer lieber liest, folgt dem ” Weiterlesen ” – Link

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醒来!Xǐng lái! Aufwachen! DER SPIEGEL 46/2017

DER SPIEGEL 46/2017

Titelbild

Chi­na

Der hellwache Riese

Nach 40 Jahren atemberaubenden Aufstiegs hat China die Schwelle zur politischen, wirtschaftlichen und technologischen Supermacht überschritten. Der Westen hat noch nicht begriffen, vor welcher Herausforderung er steht. Ein Weckruf.

Mit die­ser Welt­kar­te stimmt et­was nicht. Sie hängt im Blau­en Saal des Au­ßen­mi­nis­te­ri­ums in Pe­king, ma­jes­tä­tisch groß über ei­nem Po­di­um mit zwei ro­ten Fah­nen. Eu­ro­pa liegt auf die­ser Kar­te, ziem­lich zer­quetscht, am lin­ken obe­ren Rand, dar­un­ter Afri­ka, das deut­lich bes­ser zu er­ken­nen ist. Ame­ri­ka, in west­li­chen At­lan­ten stets auf der lin­ken Sei­te, liegt rechts au­ßen, tief im Os­ten. Im Zen­trum der Kar­te: die Lee­re des Pa­zi­fiks. Gleich da­ne­ben aber, wie ein mäch­ti­ger Bauch aus der eu­ra­si­schen Land­mas­se ra­gend: Chi­na, das Reich der Mit­te. Ganz Asi­en schaut an­ders auf die Welt als der Wes­ten, der es jahr­hun­der­te­lang do­mi­nier­te. Das war schon frü­her so, es ist nur vie­len Eu­ro­pä­ern und Ame­ri­ka­nern nicht auf­ge­fal­len. Je rei­cher und je selbst­be­wuss­ter aber Asi­ens Groß­macht Chi­na wird, des­to be­deu­ten­der wird Pe­kings Blick auf den Glo­bus.

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