Liang Shuo: DISTANT TANTAMOUNT MOUNTAIN, Kunsthalle Baden-Baden

22.7.2017 – 15.10.2017

http://www.kunsthalle-baden-baden.de/de/category/programm/

Staatliche Kunsthalle Baden-Baden

Lichtentaler Allee 8 a
76530 Baden-Baden
Öffnungszeiten
Mo geschlossen, außer an Feiertagen
Di – So 10 – 18 Uhr
An allen Feiertagen außer 24. und 31. Dezember geöffnet

 

Für die erste institutionelle Einzelausstellung des chinesischen Künstlers Liang Shuo in Europa werden die traditionsreichen Ausstellungsräume der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden zur Experimentierfläche. Der Künstler bringt für seine Ausstellung nichts mit, was als Kommentar zur überbordenden chinesischen Produktion von Dingen verstanden werden kann. Er bringt weder Bilder, Skulpturen, Videos, Fotografien oder andere Objekte mit, sondern sucht seine Materialien vor Ort.

Während der Aufbauwochen bildet sich aus diesen Materialien ein Parcours heraus, der von den Umständen abhängt, innerhalb derer er entsteht. Diese Herangehensweise, in der er eisern einem Arbeitsprinzip folgt, statt einer vorgeformten Idee eines endgültigen Bildes, hat der Künstler über eine Reihe von Ausstellungen in den vergangenen Jahren perfektioniert. Die vorgefundenen Materialien werden dabei nach einem Regelwerk organisiert, das sich an der traditionellen chinesischen Tuschemalerei orientiert. So gibt es beispielsweise ganz spezifische Regeln dafür, wie nacheinander einzelne Zweige gemalt werden, um daraus die eigentliche Form eines Baums zu bilden. Weiterlesen

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Menschenrechte in China

Wegen des Todes des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo erntet die chinesische Führung weltweit viel Kritik. Im Land selbst allerdings ist das Interesse äußerst gering. Hauptursache dafür dürfte sein, dass Chinas Regierung immer kompromissloser mit ihren Kritikern umgeht. Insbesondere Anwälte und Bürgerrechtsaktivisten, die sich für politische Interessen anderer Bürger einsetzen, würden „systematisch unterdrückt“, heißt es in einem Bericht von Amnesty International. Ein weiterer Grund für das mangelnde politische Bewußtsein ist im zunehmenden Wohlstand zu suchen. Die aufstrebende junge Mittelschicht hat schon früh verinnerlicht, dass das persönliche Fortkommen und Reichtum für sich und die Familie sehr viel wichtiger sind als z.B. das Streben nach Freiheit. (Schwäb. Tagblatt, 18.7.2017)

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Manifest chinesischer Dissidenten: Die Charta 08

Liu XiaoBo war einer der Erstunterzeichner der chinesischen Charta 2008.

Hier ist eine deutsche Übersetzung des Textes. Wer die deutsche Fassung mit der chinesischen vergleichen will, kann das zB. hier:

http://www.faz.net/aktuell/politik/manifest-chinesischer-dissidenten-die-charta-08-1582920.html

Charta 08

I Vorwort

2008 jährt sich die erste Verfassung Chinas zum hundertsten, die „Erklärung der universellen Menschenrechte“ zum 60. und die Pekinger „Mauer der Demokratie“ zum 30. Mal. Und vor zehn Jahren unterzeichnete die chinesische Regierung den [völkerrechtlichen UNO-Vertrag] „Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte“. Die chinesischen Bürger sind nach langwierigen, mühsamen und von Rückschlägen gezeichneten Kämpfen aufgewacht und erkennen in täglich wachsender Klarheit, daß Freiheit, Gleichberechtigung und Menschenrechte gemeinsame und universelle Werte der Menschheit sind, daß Demokratie, Republik und verfassungskonforme Regierung Basis und Rahmen moderner Politik sind. Eine „Modernisierung“, die sich von diesen uni- versellen Werten und solchen Grundlagen der Politik entfernt, kann nur zu einem Katastrophenprozeß werden, der den Menschen ihre Rechte raubt, ihre Vernunft korrumpiert und Würde zerstört.

Wohin wird China im 21. Jahrhundert gehen? Wird es weiter die „Modernisierung“ unter autoritärer Herrschaft verfolgen? Oder wird es sich mit den universellen Werten Weiterlesen

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Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo ist gestorben

Liu Xiaobo ist am 13.7.2017 mit 61 Jahren an Leberkrebs gestorben. Liu war der prominenteste und zugleich einer der tapfersten Regimekritiker in China. Weil er nicht schweigen wollte, hat die Justiz ihn wie einen Schwerverbrecher behandelt. Im Jahr 2009 haben die Richter in Peking den Schriftsteller zu elf Jahren Haft verurteilt. Sein Delikt: Er hat Artikel geschrieben, in denen er den Einparteienstaat kritisiert hat. Die chinesische Regierung hat dem Schwerkranken noch kurz vor seinem Tod die Ausreise verweigert. (Stuttg. Zeitung, 14.7.2017)

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Vortrag „Qinghai – Pearl on the plateau“ am 24. Juni

Der chinesische Master-Student Zuonan Cao hält am Samstag, 24.6.2017, 18 Uhr c.t. einen Vortrag mit Bildern über seine Heimatprovinz Qinghai

Qinghai – Pearl on the plateau

Summary of its landscape, culture and development

in englischer Sprache.

Ort: China Centrum Tübingen, Hintere Grabenstrasse 26, Tübingen

Qinghai ist eine Provinz fern vom Meer, direkt nördlich der Provinz Tibet. Sie ist sehr dünn besiedelt, hat eine durchschnittliche Meereshöhe von 3000 m  und ist neben Han-Chinesen von Tibetern, Hui, Tu und anderen Minderheiten bewohnt.

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Planänderung der Vorlesungsreihe „Ostasien im Umbruch?“

Der Vortrag in der Vorlesungsreihe „Ostasien im Umbruch“ von Prof. Dr. Jörn Dosch zum Thema „Wer steht hinter Vietnams Entwicklungsprozess? Die Rolle internationaler Geber“ vom 13.06.2017 wird verschoben auf den 18.07.2017.

Die Vorlesungsreihe findet jeden Dienstag, 20 Uhr c.t. im Hörsaal 21, im Kupferbau der Universität Tübingen statt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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„Freundliche Übernahme. Chinas Griff nach Europa“

In „Andruck“,  dem Magazin für politische Bücher des Deutschlandfunks wurde das Buch

„Freundliche Übernahme. Chinas Griff nach Europa“

von Juan Pablo Cardenal und Heriberto Araújo besprochen.
Hier ist ein kurzer Auszug aus der Sendung vom 29.05.2017 :

Investitionen in Europa haben politische Konsequenzen

China ist ein großer Förderer und Nutznießer der Globalisierung. Allerdings steht das Land oft in der Kritik, weil es seine eigenen Handelsbarrieren nicht abbaut. Wie intensiv und folgenreich China wiederum in Europa investiert, davon berichtet das Buch „Freundliche Übernahme“ von Juan Pablo Cardenal und Heriberto Araújo.

Von Ruth Kirchner Weiterlesen

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Koreanische Literatur

Rezensionswettbewerb

讀後感 (독후감) – Welche Empfindungen hatten Sie nach dem Lesen?

Die Anmeldungen für den diesjährigen Rezensionswettbewerb sind für Tübinger Studierende per E-mail bis zum 25. Juni 2017 an unseren Betreuer Jun-Professor Jerôme de Wit zu richten. Viel Erfolg!

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„Als die Karpfen fliegen lernten“, von Xifan Yang

 

Die deutsche Journalistin Xifan Yang hat ein Buch über ihren außergewöhnlichen Großvater geschrieben;

https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/als-die-karpfen-fliegen-lernten/978-3-446-24654-6/

Interessant ist, neben den Ereignissen in China, auch die Schilderung des Lebens der Autorin in Deutschland (genauer: Freiburg) als „Mensch mit Migrationshintergrund“.

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Unangepasstes Wohnen in Beijing

Während die meisten Chinesen von einer Wohnung in einem modernen Hochhausblock träumen, hat Frau Fan eine andere Idee:

Warum nicht die bestehende Wohneinheit in einem traditionellem Hutong mit modernen Mitteln aufwerten?

http://www.detail.de/artikel/angepasst-unangepasst-wohnhauserweiterung-in-peking-29572/

Umgesetzt hat diese Idee das chinesische Architekturbüro PAO, Peoples Architecture Office:

http://www.peoples-architecture.com/pao/

Mehr Bilder zur Typologie chinesischer Hofhäuser gibt es hier:

http://www.detail.de/artikel/hofhaeuser-in-china-variationen-einer-typologie-29871/

 

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