Weitere Lesevorschläge

„Als die Karpfen fliegen lernten“, von Xifan Yang

Hanser Verlag

  • ISBN-10: 3446246541
  • ISBN-13: 978-3446246546

 

Die deutsche Journalistin Xifan Yang hat ein Buch über ihren außergewöhnlichen Großvater geschrieben;

https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/als-die-karpfen-fliegen-lernten/978-3-446-24654-6/

Interessant ist, neben den Ereignissen in China, auch die Schilderung des Lebens der Autorin in Deutschland (genauer Freiburg) als“ Mensch mit Migrationshintergrund“.

Über die Autorin

Xifan Yang

Xifan Yang

Xifan Yang, 1988 in China geboren, kam mit vier Jahren nach Deutschland. Sie ist Absolventin der Deutschen Journalistenschule in München und lebt und arbeitet seit 2011 als freie Korrespondentin, u. a. für Stern, SZ Magazin, NZZ am …

Die Sänfte der Tränen

Ich war Maos Leibarzt.

Die persönlichen Erinnerungen des Dr. Li Zhisui an den Großen Vorsitzenden.

Zhisui, Li:

Verlag: Gustav Lübbe,(1994)

ISBN 10: 3785707487 ISBN 13: 9783785707487

https://de.wikipedia.org/wiki/Li_Zhisui

Aus Korea:

Die Vegetarierin

Die Geschichte einer Verwandlung

„Die Vegetarierin“, ein Roman der südkoreanischen Schriftstellerin Han Kang

Übersetzt von Ki-Hyang Lee
Gebunden mit Schutzumschlag, 190 Seiten
Aufbau Verlag
978-3-351-03653-9

18,95 € *)

Inkl. 7% MwSt.

Ein seltsam verstörendes, hypnotisierendes Buch über eine Frau, die laut ihrem Ehemann an Durchschnittlichkeit kaum zu übertreffen ist – bis sie eines Tages beschließt, kein Fleisch mehr zu essen.

»Bevor meine Frau zur Vegetarierin wurde, hielt ich sie für nichts Besonderes. Bei unserer ersten Begegnung fand ich sie nicht einmal attraktiv. Mittelgroß, ein Topfschnitt, irgendwo zwischen kurz und lang, gelbliche unreine Haut, Schlupflider und dominante Wangenknochen. So fühlte ich mich weder von ihr angezogen noch abgestoßen und sah daher keinen Grund, sie nicht zu heiraten.«
Yeong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht beflissen seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine zwar leidenschaftslose, aber pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschließt, sich fortan ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt entfernt. »Ich hatte einen Traum«, so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt der Vegetarismus als subversiv. Doch damit nicht genug. Bald nimmt Yeong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.

Die Vegetarierin ist eine kafkaeske Geschichte in drei Akten über Scham und Begierde, Macht und Obsession sowie unsere zum Scheitern verurteilten Versuche, den Anderen zu verstehen, der ja doch, wie man selbst, Gefangener im eigenen Leib ist. Der Roman wurde mit dem Man Booker International Prize 2016 ausgezeichnet.

Ahn Do-Hyun

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Der Fisch, der zu den Sternen schwimmen wollte – Roman

Aus dem Koreanischen von Hyuk-Sook Kim Mit Illustrationen von Dieter Braun

Inhalt

Sanft wiegt der Grüne Fluss die Lachse auf ihrem Weg zum Oberlauf, dem Ort, wo sie geboren wurden. Sie sind weit geschwommen, haben den Fluten des Ozeans getrotzt und sind mutig den Wasserfall hinaufgesprungen – sie sind ihrer Bestimmung gefolgt und haben getan, was Lachse eben so tun. Doch einer unter ihnen, Silberlachs, will sich nicht damit zufriedengeben – der Sinn seines Daseins muss doch aus mehr bestehen, als blind dem Schwarm zu folgen? Immer wieder streckt er den Kopf aus dem Wasser und blickt sehnsüchtig in die Welt da draußen, gar bis zu den Sternen hinauf. Er will frei sein. Doch seine geliebte Freundin Klarauge warnt ihn davor, Regenbogen nachzujagen.

Warum bin ich auf der Welt? Was braucht es zum Glück? Die Geschichte des Fisches, der zu träumen wagte, hat Millionen von Lesern verzaubert. Ahn Do-Hyun stellt mit leichter Hand die großen Fragen des Lebens. Denn im weiten Universum ist jeder nur ein kleiner Fisch – und doch ist jedes Leben einzigartig und wunderbar.

D: 14,00 €

Erschienen: 07.03.2016

Gebunden, 96 Seiten
ISBN: 978-3-458-17675-6

Leseprobe als PDF:

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=7&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwjOx4qIyO3TAhWEXRQKHTQyBV4QFghEMAY&url=http%3A%2F%2Fwww.beck-shop.de%2Ffachbuch%2Fleseprobe%2F9783458176756_Excerpt_001.pdf&usg=AFQjCNHhhT-cI2svE7PCqqtFvA-VHzaZgw

Aus Japan:

Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (13. Juli 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 344274900X
  • ISBN-13: 978-3442749003
  • Originaltitel: Shikisai wo motanai Tazaki Tsukuru to, kare no junrei no toshi

Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki (jap. 色彩を持たない多崎つくると、彼の巡礼の年, Shikisai o Motanai Tazaki Tsukuru to, Kare no Junrei no Toshi) ist ein Roman des japanischen Autors Haruki Murakami. Am 12. April 2013, drei Jahre nach Erscheinen des Vorgängers 1Q84, wurde der Roman in Japan veröffentlicht und erschien im Folgejahr in Deutschland in einer Übersetzung von Ursula Gräfe.

Das Buch verkaufte sich am Erscheinungstag mehr als 100.000-mal und hatte eine Erstauflage von 600.000 Exemplaren [1], die jedoch mehrfach erhöht wurde und nach einer Woche eine Million veröffentlichte Exemplare betrug.[2]

Inhalt

Der 36-jährige Tsukuru Tazaki sucht auf Anraten seiner Freundin Sara seine alten Freunde aus der Oberschule auf, um herauszufinden, warum sie ihn vor 16 Jahren aus dem Freundeskreis verstoßen hatten. Der Verlust ihrer Freundschaft hatte ihn als 20-Jährigen in eine tiefe Lebenskrise und in große Einsamkeit versetzt, die bis heute anhält. Er besucht nacheinander seine ehemaligen Freunde in Nagoya und Finnland und kommt langsam der Wahrheit auf die Spur.

Handelnde Figuren

  • Tsukuru Tazaki ist der 36-jährige Protagonist. Er hat seit seiner Kindheit eine Vorliebe für Bahnhöfe und arbeitet bei einem Eisenbahnunternehmen in Tokyo.
  • Kei Akamatsu wohnt in Nagoya und führt eine Firma, die Seminare für Angestellte veranstaltet.
  • Yoshio Oumi wohnt in Nagoya und ist Autohändler.
  • Yuzuki Shirane ist eine verstorbene Klavierlehrerin.
  • Eri Kurono Haatainen ist eine Töpferin, die einen Finnen geheiratet hat, der nach Japan kam, um das Töpfern zu lernen. Später zog das Paar nach Finnland.
  • Sara Kimoto, Tazakis Freundin, ist zwei Jahre älter als er. Sie arbeitet in einem Reisebüro in Tokyo.
  • Haida ist ein Freund von Tazaki aus Studienzeiten, der kommentarlos und offenbar geplant aus Tazakis Leben verschwand.

Motive

Wie häufig in Romanen Murakamis spielt die Musik eine große Rolle, Klaviermusik von Franz Liszt – Années de pèlerinage (Pilgerjahre). “Le Mal du Pays” (“Heimweh”), das achte Stück aus dem ersten Band „Première année: Suisse“ (Erstes Jahr: Schweiz), ist ein wiederkehrendes Motiv.

Rezeption

Das Buch polarisiert die Literaturkritik in den deutschen Feuilletons. Der Kritiker der TAZ ist der Meinung, es handele sich um einen typischen Murakami-Roman, dem er „‚Literatur des kleinsten gemeinsamen Nenners‘: Star-Wars-Sprüche gehen hier als Zen-Weisheiten durch, für die globale Anschlussfähigkeit sorgt ein interkultureller Mix aus Sushi, Liszt und finnischem Design.“ vorwirft, während sich der Kritiker von der Süddeutschen Zeitung von der „emotionalen Kraft“ des Romans beeindruckt zeigt.[3]

Sebastian Hammelehle vom Spiegel fasziniert die „erzählerische und ästhetische Klarheit der zum Kondensat verdichteten Geschichte einer Selbstfindung“. Das Buch zeige, dass Murakami weltweit konkurrenzlos sei, und der Roman sei „der verdichtete Beweis seiner Kunst“.[4]

Für Karl-Markus Gauss von der NZZ ist es dagegen schwer zu verstehen, „dass dieser mit philosophischen Plattitüden durchwirkte Roman nicht nur alle Bestsellerlisten anführt, sondern auch landauf, landab von der Kritik abgefeiert wurde …“ Allerdings habe er ein Talent, Lesern, wo immer sie die „Pilgerjahre“ aufschlagen, mit einem Satz auszuhelfen, den sie ins Poesiealbum von anverwandten Jugendlichen schreiben könnten.[5]

Haruki Murakami, geboren 1949 in Kyoto, studierte Theaterwissenschaften und Drehbuchschreiben in Tokyo. 1974 gründete er den Jazzclub „Peter Cat“, den er bis 1982 leitete. In den 80er Jahren war Murakami dauerhaft in Europa ansässig (u. a. in Frankreich, Italien und Griechenland), 1991 ging er in die USA, ehe er 1995 nach Japan zurückkehrte. Murakami hat zahlreiche Romane und Erzählungen veröffentlicht und wurde mit den höchsten japanischen Literaturpreisen ausgezeichnet. Er hat die Werke von Raymond Chandler, John Irving, Truman Capote und Raymond Carver ins Japanische übersetzt.